{"id":1505,"date":"2017-03-01T17:48:25","date_gmt":"2017-03-01T16:48:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergheim-tourismus.at\/blog\/?p=1505"},"modified":"2017-03-01T18:06:10","modified_gmt":"2017-03-01T17:06:10","slug":"bergheimer-die-dahinter-stecken-hans-mosshammer-senior","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergheim-tourismus.at\/blog\/2017\/03\/01\/bergheimer-die-dahinter-stecken-hans-mosshammer-senior\/","title":{"rendered":"Bergheimer, die dahinter stecken &#8211; Hans Mosshammer Senior"},"content":{"rendered":"<p><strong>Familie Mo\u00dfhammer, Hotel-Gasthof Maria Plain****<br \/>\n<\/strong><strong>HANS MOSSHAMMER SENIOR<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Gasthof Maria Plain wird seit 1654 von Ihrer Familie gef\u00fchrt. Was von der Geschichte Ihres Hauses beeindruckt Sie am meisten?<br \/>\n<\/strong>Das Jahr 1654 ist nicht nur der Beginn f\u00fcr die Gastronomie in unserem Haus, sondern auch f\u00fcr die Wallfahrt. Denn die Wallfahrer wurden von Anfang an hier verpflegt. Aber unsere Geschichte reicht 200 Jahre weiter zur\u00fcck. Damals stand das Bauernhaus unter der Grundherrschaft der Baronie von Grimming und wurde von meinen Vorfahren betrieben. Sp\u00e4ter kam das Haus in das Eigentum der Benediktineruniversit\u00e4t Salzburg. Die Familie Mo\u00dfhammer f\u00fchrte den Hof weiter, verpflegte die Wallfahrer und war gleichzeitig als Mesner t\u00e4tig. Nach den Franzosenkriegen sind wir um 1810 in den Besitz des Hauses gekommen, da die Universit\u00e4t aufgel\u00f6st wurde und die Kirche vorausschauend vorgeplant hatte. Mein Ur-Ur-Ur-Ur-Gro\u00dfvater hat das Haus damals f\u00fcr seine Tochter gekauft.<\/p>\n<p><strong>Wie war es f\u00fcr Sie, als Kind in einem Hotel aufzuwachsen?<br \/>\n<\/strong>Das unterscheidet sich nat\u00fcrlich vom Leben in einer privaten Wohnung. Man lebt von Beginn an mit den G\u00e4sten mit. Und bekommt ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, was sie m\u00f6chten. Allein durch ihre Gestik und ihren Ausdruck kriegt man instinktiv mit, was sie w\u00fcnschen \u2013 ohne sie fragen zu m\u00fcssen. Au\u00dferdem bekommt man die richtige Einstellung f\u00fcr diese Lebensaufgabe mit: Man ist genauso ein Verwalter wie die Gro\u00dfeltern oder die Urgro\u00dfeltern. Man hat die Aufgabe, das Ganze bestm\u00f6glich zu machen. Man sieht sich nicht als Besitzer, sondern das Haus geh\u00f6rt immer der n\u00e4chsten Generation.<\/p>\n<p><strong>Was geben Sie Ihren Kindern weiter?<br \/>\n<\/strong>Genau das Gleiche: Mit den G\u00e4sten mit leben, sie von Anfang an gr\u00fc\u00dfen, die Leute anschauen, Fenster zumachen, T\u00fcren schlie\u00dfen, schauen, das alles in Ordnung ist. Tausend Handgriffe den ganzen Tag lang. Heute sagt man: Das ist Dienstleistung. Neben einer guten Ausbildung z\u00e4hlen auch viele angelernte Aufgaben dazu, die man als Gast auf den ersten Blick nicht sieht.<\/p>\n<p><strong>Was genie\u00dfen Sie am Leben im Familienbetrieb?<br \/>\n<\/strong>Es ist sch\u00f6n, wenn man sieht, dass die Kinder beziehungsweise Enkelkinder das Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr entwickeln, wie die Dinge im Betrieb und in der Metzgerei entstehen. Wenn sie einen Blick in die K\u00fcche werfen und zuschauen, wie die Mehlspeisen gemacht werden und selber Sachen angehen und ausprobieren.<\/p>\n<p><strong>Welche Herausforderungen gibt es?<br \/>\n<\/strong>Die Balance. Denn &#8211; wie man den G\u00e4sten entgegenkommt, so kommt es zur\u00fcck. Umgekehrt darf man das nicht so sehen. Auch wenn G\u00e4ste manchmal schwierig, ungeduldig oder wenig verst\u00e4ndnisvoll sind, d\u00fcrfen wir keine Launen zeigen. Es ist jedenfalls sch\u00f6n, wenn einem als Wirt Wertsch\u00e4tzung entgegengebracht wird. Denn wir k\u00fcmmern uns um sehr viele Kleinigkeiten, die von den Menschen manchmal nicht wahrgenommen und anerkannt werden.<\/p>\n<p><strong>Qualit\u00e4t wird bei Ihnen gro\u00dfgeschrieben. Welche Produkte kommen aus der eigenen Hausmetzgerei und Meierei und kann man in Ihrem Restaurant genie\u00dfen?<br \/>\n<\/strong>Wir betreiben nicht nur den Gasthof und das Hotel Maria Plain, sondern sind auch f\u00fcr die umliegende Landschaft verantwortlich. Das reicht von Z\u00e4une schneiden \u00fcber diverse Putzarbeiten bis zur Stra\u00dfenpflege. Au\u00dferdem haben wir einen gro\u00dfen Obstgarten mit mehr als 100 Obstb\u00e4umen. In unserer Meierei z\u00fcchten wir Schafe und Pferde, wir halten H\u00fchner und Bienen. F\u00fcr all diese Aufgaben haben wir mehrere Mitarbeiter, sogar einen Stallmeister. In der Metzgerei werden die Schafe zu Fleisch verarbeitet, das im Gasthof auf den Tisch kommt. Fleisch von anderen Tieren kaufen wir bei Metzgern und Bauern aus der Umgebung zu und legen einen sehr gro\u00dfen Wert auf Herkunft und Qualit\u00e4t. Die Fr\u00fchst\u00fcckseier im Hotel stammen von unseren eigenen Hennen.<\/p>\n<p><strong>Sie haben wohl einen der sch\u00f6nsten gelegenen Arbeitspl\u00e4tze in Bergheim, oder?<br \/>\n<\/strong>Schon \u2013 wenn ich den ganzen Tag im Gastgarten sitzen k\u00f6nnte und auf Salzburg blicken. In Wahrheit stehe ich im Sommer schon um halb sechs Uhr in der Fr\u00fch im Gastgarten, um ihn f\u00fcr den Tag vorzubereiten. Da denke ich mir schon oft: Heute wird das Wetter bestimmt sch\u00f6n! Aber Ausgleich finde ich in der Landwirtschaft, in der Natur, wenn ich die bl\u00fchenden Hortensien anschaue oder im Herbst die bunten Laubbl\u00e4tter. Wir sind jedenfalls stolz auf die Verantwortung und darauf, dass wir diese auch meistern k\u00f6nnen. So ein Betrieb kostet viel Kraft, aber die kriegen wir von den G\u00e4sten in Form von Anerkennung und Freude wieder zur\u00fcck. Es ist also ein gegenseitiger Austausch. Das hat nichts mit Geld zu tun und auch das gebe ich auch an meine Kinder weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familie Mo\u00dfhammer, Hotel-Gasthof Maria Plain**** HANS MOSSHAMMER SENIOR Der Gasthof Maria Plain wird seit 1654 von Ihrer Familie gef\u00fchrt. Was von der Geschichte Ihres Hauses beeindruckt Sie am meisten? 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