Missionshaus Maria Sorg

Das Missionshaus Maria Sorg in Lengfelden war die Wirkungsstätte von Maria Theresia Ledóchowska. Ab dem Ende des 19. Jh. versuchte sie, in verschiedenen Ländern Europas das Interesse für die Missionen in Afrika zu wecken.
Ihre Hilfe umfasste die Unterstützung aller Missionare, ohne Unterschied der Kongregationszugehörigkeit oder der Nationalität.
Obwohl sie nie in Afrika war, wurde sie von den Missionaren und Afrikanern liebevoll "ihre Mutter" genannt.

Auch heute noch leben und arbeiten Schwestern im Missionshaus, die vor allem Fernhilfe für bedürftige Missionen betreiben.

„Es ist meine Lebensaufgabe und die der Gesellschaft, welcher ich angehöre, das Missionsinteresse immer mehr und mehr auszudehnen und womöglich in alle Herzen zu pflanzen.“
(Sel. Maria Theresia Ledóchowska, Wien 1913)

Geschichte im Überblick

  • 1863 Maria Theresia Ledóchowska kommt am 29. April als älteste Tochter des polnischen Grafen Anton Ledóchowski und der schweizerischen Gräfin Josephine Salis Zizers in Loosdorf/ NÖ zur Welt.
  • 1885 Maria Theresia tritt in Salzburg ihren Dienst als Hofdame der Großherzogin Alice von Toskana an. Hier kommt sie zum ersten Mal mit den Missionsproblemen in Berührung. Sie schreibt Artikel und publiziert Briefe von Missionaren.
  • 1891 verlässt sie den Hof und arbeitet mit Laien für die Mission.
  • 1894 gründet sie die St. Petrus Claver Sodalität zur Unterstützung der afrikanischen Missionen.
  • 1897 kauft sie von den Herz-Jesu-Missionaren aus Liefering eine Liegenschaft in Lengfelden, die ursprünglich eine Papiermühle war und nennt sie Maria Sorg. Die erste hl. Messe wird von Dr. Ignaz Rieder in der Gartenkapelle gefeiert. Trotz heftiger Widerstände von Seiten des Druckerei-Gewerbe-Verbandes erhält sie die Konzession für eine Missionsdruckerei. Sogleich läuft der Druck auf Hochtouren.
  • 1899 Bewilligung zur Anlegung eines eigenen Schwesternfriedhofes im Klostergarten
  • 1900 werden die ersten Bibeln, Katechismen, Gebets- und Gesangsbücher in afrikanischen Sprachen über das Meer aus "Maria Sorg" nach Afrika verschickt.
  • 1914-1918 Trotz des Ersten Weltkrieges gelingt es der Gründerin ihre Missionsarbeit fortzusetzen und beachtliche Spenden von Missionsfreunden sowie Druckwerke in die Mission zu senden.
  • 1922 Maria Theresia Ledóchowska stirbt im Generalatshaus der St. Petrus Claver Schwestern in Rom.
  • 1939-1945 wird Maria Sorg beschlagnahmt und dient der Wehrmacht als weibliches Arbeitslager.
  • 1946-1953 Flüchtlingslager in den Räumen der früheren Missionsdruckerei
  • ab 1946 allmähliche Rückkehr der Schwestern nach Maria Sorg und Wiederaufnahme der Tätigkeit zur Unterstützung der Missionsanliegen durch Gebet, Publikationen und finanzielle Hilfe
  • 1975, 19. Oktober, Missionssonntag - Seligsprechung von Maria Theresia Ledóchowska durch Papst Paul VI
  • 2004 Einrichtung eines Missionsmuseums in Maria Sorg
  • Bis heute Ausbreitung der Kongregation der Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver in aller Welt mit 237 Schwestern aus 28 Nationen in 44 Gemeinschaften auf allen Kontinenten.

Ährenmadonna Maria Sorg

Die kleine Marienkapelle im Garten von Maria Sorg war schon 1683, dem Jahr der Befreiung Wiens von der Türkenbelagerung, vom damaligen Besitzer des Gutes Peter Zillner errichtet worden.

Ab etwa 1770 wurde ein Altarbild verwendet, auf dem die Muttergottes als Ährenmadonna in einem langen, blauen Kleid mit Getreide-Ähren dargestellt ist. Der runde Halsausschnitt und die Ärmel sind umsäumt von gekrausten Sonnenstrahlen. Braunes Haar umrahmt ihr jugendliches Gesicht und der Glorienschein erinnert an die Scheibe der aufgehenden Sonne. 

Zur Bildsymbolik: Maria, die Christus zur Welt gebracht hat.
In Form von Ähren auf ihrem Kleid wird dies symbolisch dargestellt.

Ährenmadonna Maria Sorg

Gebetszeiten in der Klosterkapelle Maria Sorg

Werktage
06.40 Uhr
07.00 Uhr
Laudes
Heilige Messe
Sonn- und Feiertage    
08.00 UhrHeilige Messe
Eucharistische Anbetung
15.00-18.00 Uhr
15.00-15.30 Uhr 
an jedem Herz-Jesu Freitag (1. Freitag im Monat)
an jedem Freitag Rosenkranz + Kreuzweg
Gebetsstunde für Priester- und Ordensberufe
18.30-19.30 Uhran jedem 26. des Monats
Rosenkranzgebet
18.00 Uhrtäglich

Maria Sorg
T +43 662 452097
maria.sorgsspc@gmail.com

Die Marienkapelle im Klostergarten und der Schwesternfriedhof sind für Sie zugänglich:
täglich von 09.00 Uhr - 17.00 Uhr